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DIY
Daheim
Veröffentlicht am 02.10.2020
von Sophie

Weichkäse selber machen

 

Zuhause selber zu käsen ist wirklich nicht so schwer, wie es sich im ersten Moment vielleicht anhört. Für Weichkäse braucht nicht viele Zutaten und das meiste Zubehör hat man sowieso schon zuhause. Außerdem ist der Käse für jeden Geschmack etwas – einfach wenn er fertig ist nach bleiben würzen und verfeinern. 

Probiert käsen doch einfach mal aus, es ist wirklich nicht schwer und zum Schluss kann man stolz seinen selbst gemachten Käse präsentieren. 

Das braucht ihr

Für etwa 800g Käse | Dauer: 90 Minuten | Rezept drucken
Etwa 12 EL Buttermilch
6 Liter Vollmilch (mind. 3,5% Fett)
Flüssiges Lab (bekommt man in der Apotheke)

Zubehör

Für das erste Mal käsen habt ihr sicher das meiste Zubehör schon zuhause, beziehungsweise könnt ihr es euch teilweise selbst basteln. Wenn ihr mehr gefallen am Käsen findet, könnt ihr dann euch ein wenig Zubehör, was die ganze Sache dann noch einfacher macht, zulegen.

1 großer Topf
1 flacher Kochlöffel
Gelochte Kunststoffform / Weichkäseform
(Koch-)Thermometer oder Bratenthermometer
1 Schneebesen/Schöpflöffel
1 langes Messer oder Tortenpalette
Gitterrost
eventuell dünne käse oder Baumwolltücher (Stoffwindeln)

 

Für die Weichkäseformen eignen sich viele Formen. Ich habe kleinere Weichkäsebehälter, in die ich den Käse aufteile. Ihr könnt aber auch, zum Beispiel, Kunststoffbehälter, wie Joghurt oder Quarkeimer verwenden, in die ihr am Boden und rundum Löcher schneidet. Aber auch feinmaschige Küchensiebe oder Salatsiebe sollten sich eignen.

So wird’s gemacht

Ich habe euch die Schritte mitgefilmt, damit ihr euch das Ganze noch besser vorstellen könnt. Ihr werdet merken, Käse selber machen ist wirklich nicht schwer!

Die Milch wird in einem Topf auf 32-34 Grad erwärmt. Um die richtige Temperatur zu ermitteln verwende ich ein Bratenthermometer.

Im Anschluss gibt man die Buttermilch in die Milch und verrührt alles. Das Ganze für etwa 30 Minuten stehen lassen.

30 Tropfen Lab (5 Tropfen pro 1 Liter Milch) zugeben. Die Labtropfen löse ich dafür vorher etwas kalten Wasser auf und rühre das dann sanft in die Milch ein.

Es geht dann ziemlich schnell und die Milch ist nach etwa 30 bis 40 Minuten eingedickt. Das Gallerte wird nun mit einer Tortenplatte oder einem langem Messer in gitterförmige ca. 1 cm große stücke geschnitten. So kann mehr Molke weiter nach unten abfließen.

Ich lass dann die Gallerte noch einmal für 10 Minuten stehen und schöpfe dann mit einem Schöpflöffel von oben beginnend Bruchstücke in die vorbereiteten Formen. Zum abtropfen stehen die Formen auf einem Grillrost über der Spüle. wenn ihr wollt, könnt ihr darunter eine große Schüssel stellen, um die Molke aufzufangen. Tipp: Man könnte die Formen vorher mit einem mit einem Käse- oder Baumwolltuch auslegen, um später den Käse drin besser wenden und formen zu können, ist aber nicht unbedingt nötig.

Nach etwa einer stunde wird der Käse das erste mal gewendet beziehungsweise umgedreht. den Weichkäse drehe ich in etwa 4 bis 5 Mal am Tag um.

Nach insgesamt 8 Stunden wird der Käselaib mit feinkörnigem Salz eingerieben. So lasse ich ihn noch eine Nacht an einem kühlen Ort liegen.

Am nächsten Tag kann man den fertigen Käse in Würfel schneiden und in Öl, zum Beispiel Oliven- oder Sonnenblumenöl, einlegen. Ihr könnt auch nach belieben Kräuter und Gewürze, wie Schnittlauch, Peperoni, Basilikum, Knoblauch oder Pfefferkörner dazugeben.

Stellt den Käse kühl und lasst ihn für einige Stunden oder Tage durchziehen.

Fertig ist euer selbstgemachter Weichkäse! Ich wünsche euch viel spaß beim Nachkochen. Lasst mich gerne wissen, wie es euch dabei ergangen ist.

 

 
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