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Unwto Tourismus Konferenz Alpencongress

Der Film zur UNWTO

Die Welttourismus Organisation der Vereinten Nationen hat das Berchtesgadener Land als Austragungsort der 4. UNWTO Euro-Asian Mountain Tourism Conference 2019 ausgewählt. Die Konferenz war ein voller Erfolg!

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Video: Salzige Leidenschaft in Bad Reichenhall

Das Bad Reichenhaller Salz ist weltberühmt. Doch es gibt neue, innovative Produkte aus natürlich-reiner Sole. Aus der Region, für die ganze Welt! Solesenf, Solebrot & Sprühsole.

Bier Und Salz

Bier und Salz – Gott erhalt's

Erfindergeist und Braukunst bilden die Kulisse für Ausstellungen, Führungen und Feste im Jubiläumsjahr 2019.  Die Berchtesgadener Land Tourismus hat exklusive Genießer-Angebote für das Jubiläumsjahr zusammengestellt

Spatenstich Villarein

"Spatenstich" in der Villa Rein

Mit dem symbolischen Spatenstich begannen nun offiziell die Umbaumaßnahmen des denkmalgeschützten Gebäudes.

Mit Spannung erwarten wir das neue Boutique-Hotel.

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Spitalkirche St. Johannes der Täufer

Die älteste Kirche Bad Reichenhalls

Da entrückte er mich in der Verzückung auf einen großen hohen Berg und zeigte mir die Heilige Stadt Jerusalem, wie sie von Gott her aus dem Himmel herabkam. Off 21,10

Fast so wie in der Offenbarung des Johannes beschrieben kann man sich auf dem Johannishögl fühlen. Der Blick reicht weit, unter anderem auf die umliegende Bergwelt und über die Stadt Salzburg. Der exponierte Bergrücken war vermutlich bereits zu vorchristlicher Zeit eine Kultstätte. So ist es nicht verwunderlich, dass hier ein Haus zu Ehren Gottes erbaut wurde.

Vom Johannishögl aus beeindruckt zunächst der überwältigende Panoramablick, der sich von den Berchtesgadener Alpen bis in die ehemalige Erzbischöfliche Residenzstadt Salzburg erstreckt. Wie eine Kanzel, von der aus das Wort Gottes verkündigt und die Predigt gehalten wird, steht St. Johannes in dieser einmaligen Naturlandschaft. Die Forschung geht von einer heidnischen Kultstätte aus, die sich an der Stelle der heutigen Filialkirche befunden haben könnte. Der Brunnenschacht (Opferschacht) vor der Kirche könnte hierfür ein Beweis sein.

 

Die Baugeschichte erstreckt sich von der Romanik, aus der die Mauern stammen, zur Spätgotik mit dem Netzrippengewölbe und findet ihren Abschluss in der barocken Zwiebelhaube des Turms.Die Kirche betritt man über die Südseite und sieht sofort 12 umlaufende sogenannte Apostelleuchter: sechs an der Nordwand und sechs an der Südwand. Sie symbolisieren die zwölf Jünger Jesu Christi, die direkt vom Gottessohn mit dem Auftrag der Verkündigung des Glaubens beauftragt wurden. Apostelabbildungen finden sich auf den Innenflügeln des spätgotischen Altars an der Nordwand. Der heilige Petrus mit Schlüssel und der heilige Paulus mit Schwert sind zwei Pfeiler der katholischen Kirche. Ein weiteres Mal sehen wir die Apostelfürsten als Begleitfiguren am barocken Hochaltar. Petrus hält hier das umgedrehte Kreuz als Attribut in seiner Rechten. Monumentale Wandmalereien, denen der Bau als Bildträger zur Verfügung stand, finden sich in der gesamten Kirche. An der Nordwand hinter dem ehemaligen Hochaltar erkennt man Fragmente des Jüngsten Gerichts: Christus in der Mandorla als ein Ausdruck der Licht- und Heilskraft. Auf der Südwand gegenüber wird eine Kreuzigung mit Gedränge dargestellt; ein Bildtypus, der in den Niederlanden um 1500 entstand und auf die Erlösung der Menschen durch den Kreuzestod Christi hinweist. Über dem südlichen Kircheneingang befindet sich eine Darstellung des heiligen Georgs im Kampf gegen das Böse. Der Öffentlichkeit verborgen bleiben Fresken, die durch Zufall in den späten 1960er Jahren entdeckt wurden. Im Dachboden an der Südwand konnten ein heiliger Christophorus (um 1250) sowie die Darstellung der Legende des heiligen Georgs aus der Mitte des 14. Jahrhunderts gesichert werden. Sie zählen heute zu den besterhaltenen Fresken aus dieser Zeit in Bayern.

Der Heilige Johannes der Täufer

Der heilige Johannes der Täufer auch Lichtbringer genannt, dessen Hochfest am 24. Juni mit anschließendem Kirchweihfest und abendlichen Johannifeuer gefeiert wird, ist der Patron der Hirten, Bauern, Lämmer, Schafe und Haustiere. Mit dem Lamm sowie dem Zeigegestus auf Jesus Seht das Lamm Gottes finden wir den Heiligen im Flügelaltar an der Nordwand. Als Johannesknabe erscheint er am Antependium des barocken Hochaltars. Mit Fellgewand bekleidet spielt er mit dem Lamm. In seiner rechten hält er eine Taufschale und in der linken Hand den Kreuzstab. Die christlichen Kirchen sehen in Johannes den letzten großen Propheten der biblischen Tradition und Vorläufer von Jesus. Dabei haben die Evangelien auf die Botschaft des Propheten Maleachi Bezug genommen, wonach Gott einen Boten schicken wird, der den Weg ebnen soll mit seiner Gerichtsbotschaft, die zur Läuterung dient (Mal 3, 1 - 4). Nach Mk 6,17–29 und Mt 14,3–12 soll Salome, angestiftet durch ihre Mutter Herodias, der Geliebten des Herodes und Ehefrau seines Bruders, den Kopf Johannes des Täufers als Belohnung für einen Tanz gefordert und erhalten haben. Diese Szene aus dem Leben des Kirchenpatrons wird auf dem barocken Hochaltarbild dargestellt.

Spiritueller Impuls

Im Chor ist am Schlussstein das Bildnis Christi im Kreuznimbus, einer besonderen Form des heiligen Scheins, zu erkennen. Im Gewölbebau spielt der Schlussstein eine entscheidende Rolle. Erst wenn er eingesetzt ist, wird die Konstruktion selbsttragend, und das beim Bau errichtete hölzerne Lehrgerüst kann entfernt werden. Im Epheserbrief des Apostel Paulus, Kapitel 2, Vers 20 – 22 steht:

Ihr seid auf das Fundament der Apostel und Propheten gebaut; der Schlussstein ist Christus selbst. Durch ihn wird der ganze Bau zusammengehalten und wächst zu einem heiligen Tempel im Herrn. Durch ihn werdet auch ihr im Geist zu einer Wohnung Gottes gebaut.

Dieser besondere Kraftort am 700 m hohen Bergkegel des Högl, der die Nähe Gottes symbolisiert, lädt ein auf ein kontemplatives, wortloses Gebet der Ruhe und Achtsamkeit. Es stellt sich die Frage: Was gibt dem Leben Kraft und Struktur? Was ist für mich unverzichtbar?

Wussten Sie?

Auf dem Johannishögl, wo jedes Jahr um den 24. Juni und seit 2007 auch wieder zum 21. Dezember die Sonnwendfeuer lodern, wurde schon in vorchristlicher Zeit an den wichtigen Jahreseinschnitten des Sonnenjahres, den beiden Tag- und Nachtgleichen und an den beiden Sonnwendpunkten, Feuer entzündet.

Berggasthof Johannishögl

An der Stelle des heutigen Berggasthofes Johannishögl wurde erstmals 1312 ein Gut namens S. Johannem urkundlich erwähnt. Das Gut wurde um 1650 in den Pfarrbüchern als Mesner am Johannishögl eingetragen und von der Bevölkerung Sainighons gerufen. In den Gemeindeakten wird Lasser Johann von Traunstein als Wirt dortselbst bezeichnet (4. Juni 1879). Das Gebäude, seit Jahrhunderten im Familienbesitz, wurde 2012 ein Opfer des Feuers. Der Dachstuhl brannte nieder und wurde nach alten Plänen wiederaufgebaut. Im schönen Gastgarten oder den Stuben lässt sich die regionale gutbürgerliche Küche genießen.

Spitalkirche St. Johannes der Täufer

Poststraße 35, 83435 Bad Reichenhall

Ausgangspunkt / Parkplatz

Poststraße 35, 83435 Bad Reichenhall
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